Wie Apps Alphabetisierung fördern

In der Spracharbeit wird das Entwickeln von Apps immer wichtiger, da Smartphones eine immer größere Rolle im Leben vieler Menschen spielen.

Ich habe in den letzten Jahren viele verschiedene Apps für Sprachen in Afrika gebaut und andere in der App-­Erstellung geschult. Es sind Alphabetisierungs-, Gesundheitsratgeber- und Bibel-Apps entstanden.

Frau mit rosa-weiß-gemustertem Kleid und Kopftuch tippt auf Handy. Auf ihrem Schoß eine Schüssel, daneben steht ein Kind.
Foto: Elaine Bombay, bearbeitet, CC BY 4.0

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Projekt: „i‑DELTA Kamerun“

Die Ausbildung von drei kamerunischen Alphabetisierungs-Fachkräften soll durch Unterstützung von Wycliff-Österreich ermöglicht werden. Sie haben die Möglichkeit mit Ihren Spenden mitzuhelfen!


Für die geplante dreijährige Ausbildung von Laure, Kofiné und Mbuta
werden insgesamt 35.352€ an Spenden benötigt.

Spendenstand: 16.524,93 €

Spendenziel bis Sept. 2020: 13.274

Mit Ihrer Hilfe wurden die benötigten Spenden für das erste Ausbildungsjahr der drei Mitarbeiter von SIL-Kamerun zusammengelegt. Das Spendenziel für September 2020 wurde sogar übertroffen. Vielen Dank!

Coronabedingt wird nun der erste Teil des französischsprachigen i-DELTA-Kurses online abgehalten, und zwar in drei Abschnitten (weitere Informationen).

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Hilfreiche Corona-Information für die Boso

Zwei Hände, die unter einem Wasserhahn gewaschen werden, mit blauen Linien gezeichnet. Blauer Rahmen um das BildEigentlich sollte ich schon längst wieder in Mali sein, aber wie es eben so ist, in Zeiten wie diesen, sitze ich vorerst in Österreich fest. Dafür bin ich sowohl mit meinem Team in Mali, als auch mit unseren Freunden unter den Boso per WhatsApp in regem Kontakt. Besonders einer, Kamu, hilft mir, Einblicke zu bekommen, wie sich die Pandemie auf dieses große Land in der Sahelzone auswirkt. Er schickt mir, was dort in Sozialen Medien zirkuliert – oft mit der Bitte, meine Meinung dazu kundzutun, weil er zwischen Fake News und brauchbarer Aufklärung verunsichert ist.

Manche der Nachrichten sind einfach nur grotesk („Europa hat Impfstoff nach Afrika geschickt, um möglichst viele von uns zu töten!“), andere können gefährliche Folgen haben, wenn man ihnen Glauben schenkt („Wascht euch mit einem Absud von der-und-der-Pflanze, dann kann euch das Virus nichts anhaben!“). Kamu ist ein junger Lehrer mit einem Herz für sein eigenes Volk. Ich spüre die Not, die ihm verschiedene Nachrichten bereiten. Weiterlesen »

Reiseziel: Einfacher lesen

Der englische Originalartikel von SIL, einer Partnerorganisation von Wycliff, erschien auf:
https://eurasia.sil.org/topics/orthography/the_road_to_easy_reading

Schneefläche, ein Mann mit dunkler Jacke steht darin, hinter ihm Rentiere und ein Schlitten. Sie werfen lange, blaue Schatten.
Foto: SIL Eurasia

Alphabete sind eine seltsame Sache. Die Menschen hängen an ihnen, sogar da, wo sie teilweise keinen Sinn ergeben. Beispielsweise kann der Buchstabe V im Deutschen für zwei verschiedene Laute stehen: W und F. Wäre es da nicht einfacher, zu buchstabieren: Fogel, Wentilator, Ferkäuferin? Wie würden Sie sich mit so einer Vereinfachung fühlen? Sehen sie das theoretische Problem, hängen aber dennoch irgendwie an der komplizierteren Schreibweise?

Das Alphabet des Volkes der Chanten im nordwestlichen Sibirien steht vor mehreren Problemen, vor allem einem, das ein finnisches Teammitglied so erklärte:

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Sprachforschung macht Schule!

Die Mixtek-Variante, in der wir arbeiten, wird von etwa 10 000 Menschen im Süden Mexikos gesprochen. Theoretisch ist in den Grundschulen Unterricht in der Muttersprache vorgesehen, doch offizielles Unterrichtsmaterial existiert nur auf Spanisch. Als wir anfingen, dort zu arbeiten, wurde Mixtek noch nicht einmal geschrieben.

Deshalb haben wir uns von Anfang an bemüht, mit den Lehrern zusammenzuarbeiten. Weiterlesen »