Meine Mixtek-Sprache fördern

Wertvolles Lesematerial auf Mixtek

Die Muttersprache ist Teil der Identität jeder Person aus Yukutepec (Pseudonym). Es ist wichtig, sie zur vollen ­Entwicklung zu bringen. Dadurch lernen wir unsere Sprache zu schätzen, und wir verstehen besser, dass wir Menschen mit einer eigenen Kultur sind.

Indem wir die Sprache am Leben erhalten, können wir den Wissensschatz, der uns von Generation zu Generation überliefert wurde, pflegen und erhalten.

Dieses Wissen beinhaltet­ Werte, die wir schätzen und bewahren müssen, damit wir sie an die nächste Generation weitergeben können. Andernfalls gehen sowohl die Sprache als auch die Kultur verloren.

Deshalb ist es äußerst wichtig, Bücher, Kalender und andere Lesematerialien in Mixtek zu verfassen, und damit schon den Kindern beizubringen, dass unsere Sprache den gleichen Wert hat wie jede andere Sprache auf der Welt. Sie ist etwas, das uns von anderen Gesellschaften unterscheidet. Unsere Sprache ist ein einzigartiger Spiegel unserer Gesellschaft, denn sie trägt das Werte­system der Mixtek-Sprecher in sich.

Meine Mixtek-Sprache ist wesentlich für den kontinuierlichen Fortschritt und das Wohlergehen unserer Gesellschaft. Der Kampf um das Überleben unserer Sprache ist deshalb grundlegend für unser eigenes Überleben. Das heißt: Ohne unsere Sprache hätten wir kein Leben.

– Foto und Artikel: Gregorio, der Hauptübersetzer im Mixtek­­­-Sprach­projekt, Mexiko

Richtiges Saliba

In Hütte: Vier dunkelhäutige Menschen & hellhäutige Frau sitzen an Tischen vor Bildschirmen, vor sich Notizblöcke bzw. Bücher.

Kennen Sie das? Sie lesen einen Roman, und plötzlich stolpern Sie über eine Redewendung. Sagt man das wirklich so? Nein, da wurde ein englischer Ausdruck irrtümlich wörtlich übersetzt. Die deutsche Sprache ist schon lange standardisiert, und richtiges Deutsch lernen wir in der Schule und aus Büchern. Wie ist das aber in Minderheitssprachen, die erst vor kurzem verschriftet wurden? Weiterlesen »

Spendenprojekt abgeschlossen: Neue Büroräume

„Gott gibt genau so viel, wie wir brauchen!“ Das war die freudige Feststellung eines Vorstandsmitgliedes, als bei der Sitzung im Jänner klar wurde, dass das gesetzte Spendenziel zwar nicht erreicht worden war, aber die bis dahin eingelangten Spenden zusammen mit dem Verkaufserlös ausreichen, um im geplanten Objekt in Wels eine Bürofläche von ca. 100m² zu kaufen. Insgesamt wurden 77.892,24 Euro an Spenden zusammengelegt. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die gespendet haben!

Blauer Himmel mit Wolken, davor oberer Teil eines Gebäudes, das gerade errichtet wird, mit Gerüst davor. Helle Ziegelmauern.
Symbolfoto: Rainer Sturm, pixelio.de

Hier finden Sie den Spendenaufruf zum Nachlesen. Bei weiteren Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich gerne an unsere Direktorin Sabine Oetzel:

Sprachentwicklung oder -verstümmelung?

Sprachen verändern sich ständig. In Österreich hat es sich z.B. durchgesetzt, dass man nicht mehr nur von „Studenten“ im generischen Sinne spricht, sondern von „Studierenden“. Eine andere Veränderung betrifft Wörter, die aus anderen Sprachen übernommen werden.

Früher waren es Ungarisch (man denke an das ungarische Wort karfiol, das unverändert übernommen wurde) oder Latein („Brief“, von spätlateinisch breve, „kurzes Schreiben, Urkunde“). Heutzutage liefert uns Englisch die meisten Lehnwörter. Wir sagen z.B. nicht mehr Bahnfahrkarte, sondern Zugticket, und der elektronische Rechner ist natürlich der Computer.

Sprachen beschreiben die Wirklichkeit und die Weltanschauung ihrer Sprecher, und das mit möglichst wenig Aufwand. Einerseits gehen darum alte Worte verloren, wenn die dazugehörigen Dinge durch Neues ersetzt wurden oder durch eine veränderte Lebensweise überflüssig geworden sind. Andererseits kommen ständig neue Worte hinzu, wenn neue Gegenstände und Ansichten entwickelt oder übernommen werden.

Strand in Alotau, Papua-Neuguinea

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